Daishin Zen Schule

Wie beginne ich mit Zen?

Zen ist Tun. Zen kann man nicht durch Bücher lernen, nicht studieren. Zen muss man machen. Fangen Sie also einfach an.

 

Hier zwei einfach Übungen.

 

1. Setzen Sie sich einmal gerade hin, so dass Sie mit dem Rücken nicht anlehnen.

Das bedeutet, dass der Rücken gerade ist, nicht nach hinten oder auch nicht nach vorn gelehnt. Die Hände sind einfach locker in den Schoß gelegt; ergänzend wäre es optimal, wenn die Beine gekreuzt sind, sodass die Knie dabei tiefer als die Hüften sind. Jetzt werden Sie nichts weiter tun, als einmal 60 Sekunden zu sitzen und sich nicht zu bewegen, nichts zu tun.

 

Was können Sie beobachten?

Sie werden wahrscheinlich feststellen, dass Ihnen diese 60 Sekunden außergewöhnlich lange vorkamen und dass von Stille wahrscheinlich noch wenig zu spüren war. Im Gegenteil: Sie spüren Gefühle, Gedanken sind da, die hin und her kreuzen, wie „was soll denn das“ und „das ist ja viel zu lange“ und „was ist denn das für ein Text hier, bei dem gleich so eine seltsame Übung vorkommt“ und so weiter und so fort. Sie denken an Vergangenheit und Zukunft und spüren vielleicht auch Ihren Körper hier und dort.

 

Wenn wir eine Übung machen oder etwas trainieren, dann wollen wir ein Ziel erreichen und dieses Ziel wird von Kopf und Verstand gesetzt. Hier geht es um etwas anderes, um eine andere Instanz.

 

Im ZEN geht es um die unmittelbare Erfahrung.

 

Das heißt, einfach nur stillzusitzen für eine Minute und nur wahrzunehmen, was Sie empfinden, ohne es zu kommentieren, ist an sich schon ein Teil des Weges, ist der erste Schritt.

Wir im Westen sind dazu erzogen, die Lösung von Themen egal auf welcher Ebene im Außen zu finden.

 

Wenn wir krank sind, gehen wir zum Arzt, wenn die Heizung nicht funktioniert, zum Klempner. ZEN geht davon aus, dass alle Informationen im Menschen, in seinem Geist vorhanden in gar keinem Widerspruch zur Wissenschaft, auch ein Einstein würde letztlich sagen, dass Intuition aus dem Geist entsteht, dass die Quantensprünge im Inneren zu finden sind. Und deshalb ist es wichtig, in Stille zu sein, denn zwischen diesem Wissen und unserem Ego, unserem Denken ist eine große Schicht von Unruhe, die wir im ZEN-Bild als Wolken, bewegende Wolken bezeichnen.

 

Dieses erste Stillwerden bedeutet überhaupt erst den Anfang einer Umkehr.

 

Wir entwickeln Technologien wie Flugzeuge und Autos, um uns schneller von A nach B zu bewegen. Das ZEN zeigt einen anderen Weg auf, eine andere Zugangsart – gerade bei den Fragen, die uns letztlich existenziell betreffen – und dieser WEG geht nach innen.

 

 

 

 

2.

Setzen Sie sich wieder gerade hin, wenn Sie in einem Sessel oder auf einem Stuhl sitzen, an die Kante, an den Rand, der Rücken ist nicht angelehnt, die Hände in den Schoß gelegt, die Knie so überkreuzt, dass sie tiefer sind als die Hüfte. Jetzt nicht mehr bewegen und 60 Sekunden lang nur den Atem beobachten:      ein und aus.

 

Atem ist Kraft und Energie. Mit dem Einatmen fließt die Lebensenergie in Ihren Körper, mit dem Ausatmen wird diese Lebensenergie im Körper verteilt, speziell im Unterbauch gesammelt.

 

In dem Maße, in dem Sie die Achtsamkeit auf das Ein- und Ausatmen lenken, folgen Sie dieser Kraft. Die innere Unruhe löst sich auf und unruhige Gedanken nehmen ab. Das heißt, das Beobachten des Atmens führt nach einer gewissen Zeit mehr und mehr in eine Stille und nach längerer Übung werden die Wolken immer weniger und immer mehr blauer Himmel wird transparent.

 

Und wenn Sie jetzt einen kleinen „Geschmack am Zen“ gefunden haben, dann empfehle ich Ihnen ein Zen-Seminar, in dem Sie die Grundlagen von Anfang an richtig erlernen.

 

 

Gassho

Hinnerk Syobu Polenski

 

 

Fragen
an den Zen-Meister

Ist Hara die erste Zwischenebene, die ich erfahren muss und Samadhi die zweite Metta die dritte bis ich zur Herzgeist Ebene aufsteigen kann?

WARUM? Warum haben wir uns aus diesem strahlenden EINS für einen Aufenthalt auf der Erde entschieden. Was soll das bringen, wenn wir doch jetzt wieder danach streben, EINS zu werden?

Ist Zen eine Religion?

Wodurch entsteht Leiden?

Hat Sport eine Bedeutung in Zen?

Was ist der Unterschied zwischen Zen Meditation und Vipassana Meditation?

Wie geht man mit Gefühlen, mit emotionalen inneren Bildern um? Da gibt es keinen Bezug zum aktuellen Leben und trotzdem ist da so eine Gefühlsintensität, von Hass von Ärger… Was macht man damit?

Ich habe Ihr Buch „Hör auf zu denken“ mit großem Interesse gelesen und mir ist einiges dabei klar geworden. Aufhören mit dem Denken ist ein Weg, der eingeübt werden muss. Wie bekomme ich aber meine Phantasien im Zaum? Wie bekomme ich meine Gedanken unter Kontrolle?

Wie verläuft Ihr Alltag als Zen Meister?

Wie kann ich zu innere Ruhe gelangen, wenn mich negative Menschen im meinem Umfeld aufregen? Sollte ich diese negativen Leute meiden?

Wie und wo kann ich mich als Meditationslehrer ausbilden lassen?

Welche Rolle spielt das Ego in Zen und was versteht man eigentlich genau darunter?

Kennst Du „Existential-psychologische Bildungs-und Begegnungsstätte Todtmoos-Rütte“? und kannst Du sie mir empfehlen?

Ich sitze seit über einem Jahr früh morgens und spät abends zwischen 25 und 60 Minuten, aber meistens nicht in Kraft und auch nicht in Ruhe. Ich spüre keinen dauerhaften, nennenswerten Vorschritt. Was kann ich tun?

Wie kann ich auf dem Weg bleiben, wenn eine Inspiration und Motivation von außen z.B. durch einen Zen Meister fehlt?
Ich schaffe es einfach nicht mehr regelmäßig zu sitzen. Ich frage mich, ob ich überhaupt sitzen soll.

In der Psychologie gibt es den Begriff des "Schattens", also verdrängte, unbewusste Persönlichkeitsanteile. Führt die Praxis des Zen zu einer Auflösung bzw. Integration von Schattenanteilen?

Ich bin inzwischen überzeugt, mit Zen den für mich richtigen Weg und mit Dir den für mich richtigen Meister gefunden zu haben. Ich bin aber kein "Schüler". Welche Rolle spielt die offizielle Anerkennung als Schüler für den weiteren Weg?

Gibt es Möglichkeiten durch die heutige Zeit auch mit einem Lehrer online in Kontakt zu treten? Und, was bedeutet: Der Meister hilft durch Initiation, festigt die Form und bietet eine Sangha?

Kann man Kindern Zen nahe bringen? Fällt es ihnen vielleicht sogar leichter als Erwachsenen?

"Unabhängig von allem folge dem Weg Deines Herzens. " - Welchem Weg aber folge ich, wenn der Weg sowohl dieser als auch jener sein könnte , wenn das Herz oder der Geist wirr sind?

Was sind erdachte Emotionen, Gefühle? Ich meine die Gefühle, die durch unser Denken entstanden sind? Und was sind im Gegensatz dazu Gefühle, die aus dem Herzen kommen, also echt und unverfälscht sind? Wie erkenne ich den Unterschied?

In vielen Ratgebern wird empfohlen, „positiv“ zu denken, ist das auch eine Empfehlung im Zen?

Wie gehe ich mit negativen und sogar destruktiven Gedanken um? Was ist denn mit Gefühlen wie Wut, Ärger, Traurigkeit usw.? Das alles ist ja auch ein Teil von mir.

Bin Anfänger in Punkto Meditation und habe mir Ihre DVD gekauft. Nun bin ich völlig verwirrt, wie ich es denn nun richtig mache! Soll ich mich konzentrieren auf`s Sitzen, Hören oder Atmen?

In dem Buch „Hör auf zu denken, sei einfach glücklich“ schreibst Du, dass man psychisch stabil sein sollte, bevor man mit Zen beginnt. Was heißt das genau? Kann ich Zen praktizieren, wenn ich zum Beispiel depressiv bin oder Panikattacken habe?

Nach 3 bis 4 Stunden Schlaf wache ich immer wieder auf, liege wach und das Gedankenkarussell dreht sich. Was kann ich tun?

Warum ist im Daishin Zen die Gehmeditation so schnell, ja fast schon hastig? Gibt das nicht auch eine gewisse Unruhe?

Wie wird die Praxis von Kinhin in Daishin Zen richtig ausgeführt?

Welche Rolle spielen Gleichmut und "Loslassen" in einem intensiven Leben mit Nähe und emotionaler Fülle?

Wie passen Freundschaft, Engagement, Treue und Liebe zum Zen?

Was ist das, was uns antreibt im Inneren, wenn wir es nicht Seele nennen?

Ist es für den Menschen natürlich, nicht zu denken?

Ist die Selbstdisziplin im Zen nicht auch nur eine Ablenkung, in die wir uns begeben?

Ist es nicht eher das alltägliche Tun, was uns immer wieder zu uns selbst führt?

Kann man z.b. Yoga, Qigong usw. mit Zazen verbinden?

Kann man auch mit geschlossenen Augen meditieren?

Gibt es so etwas wie Wiedergeburt?

Kann ich Zen-Meditarion auf einem Sessel praktizieren? Wenn ja, dann wie am besten?

Wie beginne ich mit Zen?

Es heißt, man sollte regelmässig Zazen sitzen, früh morgens oder spät abends. Wie ist es bei Schichtarbeitern?

Warum fällt uns meist das Unheilsame so leicht und das Heilsame so schwer?

Du sprichst viel über Führerschaft, sind „Leader“ für dich wichtiger als der Normalo?

Was bedeutet die „grosse Befreiung“ im Zen für die Gesellschaft?

Wie wird ein Manager ein Leader im Sinne des Zen?

Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Egozentrik, Egoismus und gesunder Selbstliebe?

Manchmal wird gesagt, der Mensch steckt in einem inneren Gefängnis. Was ist damit gemeint?

Was heißt Syobu Sensei und wie finde ich den „richtigen Lehrer“ für mich?

Warum sind Menschen unglücklich?

Was genau ist Zen?