Daishin Zen Schule

Kann ich Zen-Meditarion auf einem Sessel praktizieren? Wenn ja, dann wie am besten?

In einem Sessel zu meditieren, Zazen zu üben, halte ich nicht für sinnvoll. Wenn Du nicht auf einem Kissen m Boden sitzen kannst, dann ist eine mögliche Alternativform das Sitzen auf einem Stuhl mit Keilkissen. Hierbei ist zu beachten, dass wir uns nicht mit dem Rücken anlehnen. Das Üben auf dem Stuhl ist die scheinbar einfachste, letztlich aber schwierigste Form. Der Kompromiss ist zu groß. Daher empfehlen wir diese Sitzhaltung nur bei Verletzungen oder massiven Knieproblemen.

 

Wir haben im Daishin Zen Ende der 1990-er Jahre folgenden Versuch gemacht: Direkt nach der Anreise sollte jeweils eine Gruppe auf Stühlen, auf Bänkchen und im halben Lotussitz in die Übung gehen. Alle Schüler waren etwa auf gleichem Niveau und beherrschten alle drei Formen. Es wurden eine einfache Hara- und eine Samadhi-Übung geprobt. Das Ergebnis war nicht überraschend. Samadhi ebenso wie eine Verbindung mit Hara gelang mit dem Lotussitz nach 10 Minuten, mit dem Bänkchen nach 10 bis 20 Minuten, während einige Schüler nach 30 bis 40 Minuten auf dem Stuhl noch immer mit Gedanken und Ablenkung kämpften.

 

Unabhängig von den erwähnten Sitzhaltungen und der entsprechenden Bewertung gelten folgende Grundprinzipien:

  • Die Sitzhaltung sollte fest und nach einiger Eingewöhnung angenehm sein.
  • Die Knie sollten tiefer als die Hüfte sein.
  • Der Rücken ist gerade.
  • Die Schultern sind entspannt.
  • Der Kopf ist gerade.
  • Die Hände sind unter dem Bauchnabel in einander gelegt.

So nimmt die Wirbelsäule eine natürlich aufgerichtete Haltung ein, die Lunge ist nicht abgeknickt, der Körper ist im Hara zentriert. Der Körper kann ohne besondere Anstrengung in rechter Spannung in sich ruhen, und keine körperliche Asymmetrie behindert den Fluss der Energie. Dies ist die äußere Haltung des Zazen.

 

In Japan sitzt der Zen-Mönch im Seiza, dem Fersensitz,  oder zur Zen-Meditation, dem Zazen, im Lotussitz. Der Fersensitz gründet sich in der japanischen Kultur, wo bis vor kurzem Wohnen und Leben auf dem Boden stattfand. Auch die etwas andere Anatomie von Japanern unterstützt diese Form. Für uns Europäer ist der Seiza nicht nur deutlich schmerzhafter als für geübte Japaner, sondern nach Aussage von Orthopäden gesundheitlich langfristig bedenklich. Der Lotussitz ist die klassische Meditationshaltung, nicht nur im Zen, sondern auch im Yoga. Der Viertel- oder Halb-Lotus wird auch im Westen vielfach verwendet. Doch diese Form bedarf einer langen Einübungszeit und ist für die Mehrheit der Europäer nur bedingt geeignet. Eine für uns etwas leichtere traditionelle Haltung ist der burmesische Sitz.


Da alle diese Sitzformen für uns im Westen zumeist schmerzhaft und für unsere Gelenke nicht sehr zuträglich sind, hat das Daishin Zen zu Beginn der 1990er Jahre die Meditationsbank weiterentwickelt und intern als Standard eingeführt. Diese Sitzhaltung hat sich seitdem sehr bewährt. Vielleicht versuchst Du es einmal mit einem solchen Bänkchen (gibt es in vielen Geschäften für Meditations- und Yoga-Zubehör), probiere die Höhe aber besser zuerst aus, da gibt es unterschiedliche Grössen..

 

Gassho    Hinnerk Syobu Polenski


Fragen
an den Zen-Meister

Ist Hara die erste Zwischenebene, die ich erfahren muss und Samadhi die zweite Metta die dritte bis ich zur Herzgeist Ebene aufsteigen kann?

WARUM? Warum haben wir uns aus diesem strahlenden EINS für einen Aufenthalt auf der Erde entschieden. Was soll das bringen, wenn wir doch jetzt wieder danach streben, EINS zu werden?

Ist Zen eine Religion?

Wodurch entsteht Leiden?

Hat Sport eine Bedeutung in Zen?

Was ist der Unterschied zwischen Zen Meditation und Vipassana Meditation?

Wie geht man mit Gefühlen, mit emotionalen inneren Bildern um? Da gibt es keinen Bezug zum aktuellen Leben und trotzdem ist da so eine Gefühlsintensität, von Hass von Ärger… Was macht man damit?

Ich habe Ihr Buch „Hör auf zu denken“ mit großem Interesse gelesen und mir ist einiges dabei klar geworden. Aufhören mit dem Denken ist ein Weg, der eingeübt werden muss. Wie bekomme ich aber meine Phantasien im Zaum? Wie bekomme ich meine Gedanken unter Kontrolle?

Wie verläuft Ihr Alltag als Zen Meister?

Wie kann ich zu innere Ruhe gelangen, wenn mich negative Menschen im meinem Umfeld aufregen? Sollte ich diese negativen Leute meiden?

Wie und wo kann ich mich als Meditationslehrer ausbilden lassen?

Welche Rolle spielt das Ego in Zen und was versteht man eigentlich genau darunter?

Kennst Du „Existential-psychologische Bildungs-und Begegnungsstätte Todtmoos-Rütte“? und kannst Du sie mir empfehlen?

Ich sitze seit über einem Jahr früh morgens und spät abends zwischen 25 und 60 Minuten, aber meistens nicht in Kraft und auch nicht in Ruhe. Ich spüre keinen dauerhaften, nennenswerten Vorschritt. Was kann ich tun?

Wie kann ich auf dem Weg bleiben, wenn eine Inspiration und Motivation von außen z.B. durch einen Zen Meister fehlt?
Ich schaffe es einfach nicht mehr regelmäßig zu sitzen. Ich frage mich, ob ich überhaupt sitzen soll.

In der Psychologie gibt es den Begriff des "Schattens", also verdrängte, unbewusste Persönlichkeitsanteile. Führt die Praxis des Zen zu einer Auflösung bzw. Integration von Schattenanteilen?

Ich bin inzwischen überzeugt, mit Zen den für mich richtigen Weg und mit Dir den für mich richtigen Meister gefunden zu haben. Ich bin aber kein "Schüler". Welche Rolle spielt die offizielle Anerkennung als Schüler für den weiteren Weg?

Gibt es Möglichkeiten durch die heutige Zeit auch mit einem Lehrer online in Kontakt zu treten? Und, was bedeutet: Der Meister hilft durch Initiation, festigt die Form und bietet eine Sangha?

Kann man Kindern Zen nahe bringen? Fällt es ihnen vielleicht sogar leichter als Erwachsenen?

"Unabhängig von allem folge dem Weg Deines Herzens. " - Welchem Weg aber folge ich, wenn der Weg sowohl dieser als auch jener sein könnte , wenn das Herz oder der Geist wirr sind?

Was sind erdachte Emotionen, Gefühle? Ich meine die Gefühle, die durch unser Denken entstanden sind? Und was sind im Gegensatz dazu Gefühle, die aus dem Herzen kommen, also echt und unverfälscht sind? Wie erkenne ich den Unterschied?

In vielen Ratgebern wird empfohlen, „positiv“ zu denken, ist das auch eine Empfehlung im Zen?

Wie gehe ich mit negativen und sogar destruktiven Gedanken um? Was ist denn mit Gefühlen wie Wut, Ärger, Traurigkeit usw.? Das alles ist ja auch ein Teil von mir.

Bin Anfänger in Punkto Meditation und habe mir Ihre DVD gekauft. Nun bin ich völlig verwirrt, wie ich es denn nun richtig mache! Soll ich mich konzentrieren auf`s Sitzen, Hören oder Atmen?

In dem Buch „Hör auf zu denken, sei einfach glücklich“ schreibst Du, dass man psychisch stabil sein sollte, bevor man mit Zen beginnt. Was heißt das genau? Kann ich Zen praktizieren, wenn ich zum Beispiel depressiv bin oder Panikattacken habe?

Nach 3 bis 4 Stunden Schlaf wache ich immer wieder auf, liege wach und das Gedankenkarussell dreht sich. Was kann ich tun?

Warum ist im Daishin Zen die Gehmeditation so schnell, ja fast schon hastig? Gibt das nicht auch eine gewisse Unruhe?

Wie wird die Praxis von Kinhin in Daishin Zen richtig ausgeführt?

Welche Rolle spielen Gleichmut und "Loslassen" in einem intensiven Leben mit Nähe und emotionaler Fülle?

Wie passen Freundschaft, Engagement, Treue und Liebe zum Zen?

Was ist das, was uns antreibt im Inneren, wenn wir es nicht Seele nennen?

Ist es für den Menschen natürlich, nicht zu denken?

Ist die Selbstdisziplin im Zen nicht auch nur eine Ablenkung, in die wir uns begeben?

Ist es nicht eher das alltägliche Tun, was uns immer wieder zu uns selbst führt?

Kann man z.b. Yoga, Qigong usw. mit Zazen verbinden?

Kann man auch mit geschlossenen Augen meditieren?

Gibt es so etwas wie Wiedergeburt?

Kann ich Zen-Meditarion auf einem Sessel praktizieren? Wenn ja, dann wie am besten?

Wie beginne ich mit Zen?

Es heißt, man sollte regelmässig Zazen sitzen, früh morgens oder spät abends. Wie ist es bei Schichtarbeitern?

Warum fällt uns meist das Unheilsame so leicht und das Heilsame so schwer?

Du sprichst viel über Führerschaft, sind „Leader“ für dich wichtiger als der Normalo?

Was bedeutet die „grosse Befreiung“ im Zen für die Gesellschaft?

Wie wird ein Manager ein Leader im Sinne des Zen?

Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Egozentrik, Egoismus und gesunder Selbstliebe?

Manchmal wird gesagt, der Mensch steckt in einem inneren Gefängnis. Was ist damit gemeint?

Was heißt Syobu Sensei und wie finde ich den „richtigen Lehrer“ für mich?

Warum sind Menschen unglücklich?

Was genau ist Zen?