Daishin Zen Schule

Was bedeutet die „grosse Befreiung“ im Zen für die Gesellschaft?

Was bedeutet die „grosse Befreiung“ im Zen für die Gesellschaft?
Die „große Befreiung“ des Zen ist das Freiwerden aus der immer wieder selbst erzeugten Verblendung. Die europäische Aufklärung bezieht sich vor allem auf gesellschaftliche Aspekte und benutzt die Vernunft als Vehikel und Werkzeug. Zen hingegen zeigt die Grenzen auch von Vernunft und Verstand und geht darüber hinaus. Für die Aufklärung wird das Instrument des Denkens zum Absoluten. Im Zen ist gerade dieses als absolut setzen eine der Grenzen, die Ursache und Ausdruck der Verblendung ist.

Im Daishin Zen wird das Denken daher nicht dämonisiert, aber auf seinen Platz verwiesen: Es ist ein großes Instrument unseres Seins, aber nicht unser Sein selbst.

Die Aufklärung hat den Versuch gewagt, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit für alle Menschen und Bürger eines Staates zu fordern und in unserem Kulturkreis auch in weiten Teilen zu realisieren. Heute ist es an der Zeit, einen weiter gehenden Versuch zu wagen. Zen und andere östliche Weisheitstraditionen bieten hier einen entscheidenden Schlüssel, indem sie die Aufmerksamkeit auf die Befreiung aus der inneren Unfreiheit richten. Das westliche Konzept einer Trennung von „außen“ und „innen“ existiert hier nicht mehr – äußere Freiheit kann nur in Verbindung mit innerer Befreiung erreicht werden.

Mein Großvater sagte zu mir als Kind: „Nur wenn die Stärken des westlichen Geistes sich mit dem Weisheitsweg des Ostens verbinden, werden wir als Menschheit weitergehen.“ Graf Dürckheim wiederholte Jahrzehnte später das gleiche.

Verblendung und innere Unfreiheit zu durchbrechen nicht nur als Ziel für kleine spirituelle Eliten, so wie in den letzten Jahrtausenden in Asien, speziell in Indien, China und Japan, sondern in einem viel größeren Rahmen für alle Menschen – das ist das heutige Pendant zu den Idealen der Aufklärung von Freiheit und Gleichberechtigung. Ziel ist die Freiheit des Geistes auf breiter Basis, um eine offene und freie Gesellschaft und das Glück jedes Einzelnen zu verwirklichen.

Die Verbindung von Zen und Aufklärung bedeutete für mich zunächst einmal die Erkenntnis, nur aus der eigenen Weisheit und Erfahrung heraus „aufklären“ zu können. Und wenn auch zunächst nur mich selbst, um dann in einem kleinen, überschaubaren Rahmen anderen zu dienen. Und auch das nur dann, wenn sie danach fragen. Ebenfalls aus der Beschäftigung mit der Geschichte und besonders der Aufklärung wurde für mich ein weiterer Schlüssel deutlich: Die schnellste gesamtgesellschaftliche Veränderung findet statt, wenn die Eliten sich verändern. Da die Zeit für uns als Menschheit sehr knapp wird, war dieser Ansatz für mich die logische Konsequenz. Somit war schon damals die Idee von Zen und Leadership geboren: Wer Verantwortung trägt, muss sich selbst auf den Weg machen. Er muss Menschen an seiner Seite haben, die ebenfalls auf dem Weg sind und Weitsicht, Menschlichkeit und Herzweisheit bezeugen. Und die ihn immer wieder daran erinnern, den Weg zum Wesen selbst zu gehen, um das Wesentliche überhaupt sehen zu können. Wer das Wesentliche nicht sieht, ist kein Verantwortungsträger, sondern verantwortungslos; jemand, der trotz allen guten Willens für sich selbst und für viele andere großes Unheil bewirken kann. Als Menschheit können wir uns nicht mehr viele Fehler leisten. Das Explosionspotenzial ist zu groß.

Fragen
an den Zen-Meister

Ist Hara die erste Zwischenebene, die ich erfahren muss und Samadhi die zweite Metta die dritte bis ich zur Herzgeist Ebene aufsteigen kann?

WARUM? Warum haben wir uns aus diesem strahlenden EINS für einen Aufenthalt auf der Erde entschieden. Was soll das bringen, wenn wir doch jetzt wieder danach streben, EINS zu werden?

Ist Zen eine Religion?

Wodurch entsteht Leiden?

Hat Sport eine Bedeutung in Zen?

Was ist der Unterschied zwischen Zen Meditation und Vipassana Meditation?

Wie geht man mit Gefühlen, mit emotionalen inneren Bildern um? Da gibt es keinen Bezug zum aktuellen Leben und trotzdem ist da so eine Gefühlsintensität, von Hass von Ärger… Was macht man damit?

Ich habe Ihr Buch „Hör auf zu denken“ mit großem Interesse gelesen und mir ist einiges dabei klar geworden. Aufhören mit dem Denken ist ein Weg, der eingeübt werden muss. Wie bekomme ich aber meine Phantasien im Zaum? Wie bekomme ich meine Gedanken unter Kontrolle?

Wie verläuft Ihr Alltag als Zen Meister?

Wie kann ich zu innere Ruhe gelangen, wenn mich negative Menschen im meinem Umfeld aufregen? Sollte ich diese negativen Leute meiden?

Wie und wo kann ich mich als Meditationslehrer ausbilden lassen?

Welche Rolle spielt das Ego in Zen und was versteht man eigentlich genau darunter?

Kennst Du „Existential-psychologische Bildungs-und Begegnungsstätte Todtmoos-Rütte“? und kannst Du sie mir empfehlen?

Ich sitze seit über einem Jahr früh morgens und spät abends zwischen 25 und 60 Minuten, aber meistens nicht in Kraft und auch nicht in Ruhe. Ich spüre keinen dauerhaften, nennenswerten Vorschritt. Was kann ich tun?

Wie kann ich auf dem Weg bleiben, wenn eine Inspiration und Motivation von außen z.B. durch einen Zen Meister fehlt?
Ich schaffe es einfach nicht mehr regelmäßig zu sitzen. Ich frage mich, ob ich überhaupt sitzen soll.

In der Psychologie gibt es den Begriff des "Schattens", also verdrängte, unbewusste Persönlichkeitsanteile. Führt die Praxis des Zen zu einer Auflösung bzw. Integration von Schattenanteilen?

Ich bin inzwischen überzeugt, mit Zen den für mich richtigen Weg und mit Dir den für mich richtigen Meister gefunden zu haben. Ich bin aber kein "Schüler". Welche Rolle spielt die offizielle Anerkennung als Schüler für den weiteren Weg?

Gibt es Möglichkeiten durch die heutige Zeit auch mit einem Lehrer online in Kontakt zu treten? Und, was bedeutet: Der Meister hilft durch Initiation, festigt die Form und bietet eine Sangha?

Kann man Kindern Zen nahe bringen? Fällt es ihnen vielleicht sogar leichter als Erwachsenen?

"Unabhängig von allem folge dem Weg Deines Herzens. " - Welchem Weg aber folge ich, wenn der Weg sowohl dieser als auch jener sein könnte , wenn das Herz oder der Geist wirr sind?

Was sind erdachte Emotionen, Gefühle? Ich meine die Gefühle, die durch unser Denken entstanden sind? Und was sind im Gegensatz dazu Gefühle, die aus dem Herzen kommen, also echt und unverfälscht sind? Wie erkenne ich den Unterschied?

In vielen Ratgebern wird empfohlen, „positiv“ zu denken, ist das auch eine Empfehlung im Zen?

Wie gehe ich mit negativen und sogar destruktiven Gedanken um? Was ist denn mit Gefühlen wie Wut, Ärger, Traurigkeit usw.? Das alles ist ja auch ein Teil von mir.

Bin Anfänger in Punkto Meditation und habe mir Ihre DVD gekauft. Nun bin ich völlig verwirrt, wie ich es denn nun richtig mache! Soll ich mich konzentrieren auf`s Sitzen, Hören oder Atmen?

In dem Buch „Hör auf zu denken, sei einfach glücklich“ schreibst Du, dass man psychisch stabil sein sollte, bevor man mit Zen beginnt. Was heißt das genau? Kann ich Zen praktizieren, wenn ich zum Beispiel depressiv bin oder Panikattacken habe?

Nach 3 bis 4 Stunden Schlaf wache ich immer wieder auf, liege wach und das Gedankenkarussell dreht sich. Was kann ich tun?

Warum ist im Daishin Zen die Gehmeditation so schnell, ja fast schon hastig? Gibt das nicht auch eine gewisse Unruhe?

Wie wird die Praxis von Kinhin in Daishin Zen richtig ausgeführt?

Welche Rolle spielen Gleichmut und "Loslassen" in einem intensiven Leben mit Nähe und emotionaler Fülle?

Wie passen Freundschaft, Engagement, Treue und Liebe zum Zen?

Was ist das, was uns antreibt im Inneren, wenn wir es nicht Seele nennen?

Ist es für den Menschen natürlich, nicht zu denken?

Ist die Selbstdisziplin im Zen nicht auch nur eine Ablenkung, in die wir uns begeben?

Ist es nicht eher das alltägliche Tun, was uns immer wieder zu uns selbst führt?

Kann man z.b. Yoga, Qigong usw. mit Zazen verbinden?

Kann man auch mit geschlossenen Augen meditieren?

Gibt es so etwas wie Wiedergeburt?

Kann ich Zen-Meditarion auf einem Sessel praktizieren? Wenn ja, dann wie am besten?

Wie beginne ich mit Zen?

Es heißt, man sollte regelmässig Zazen sitzen, früh morgens oder spät abends. Wie ist es bei Schichtarbeitern?

Warum fällt uns meist das Unheilsame so leicht und das Heilsame so schwer?

Du sprichst viel über Führerschaft, sind „Leader“ für dich wichtiger als der Normalo?

Was bedeutet die „grosse Befreiung“ im Zen für die Gesellschaft?

Wie wird ein Manager ein Leader im Sinne des Zen?

Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Egozentrik, Egoismus und gesunder Selbstliebe?

Manchmal wird gesagt, der Mensch steckt in einem inneren Gefängnis. Was ist damit gemeint?

Was heißt Syobu Sensei und wie finde ich den „richtigen Lehrer“ für mich?

Warum sind Menschen unglücklich?

Was genau ist Zen?